Ich möchte hier mal über meine Erfahrungen beim Tausch der Benzinpumpe berichten.
Ich klage schon seit langem über unrunden Motorlauf bei mittleren Drehzahlen und wenig Gas in den oberen Gängen. "Konstantfahrruckeln"?!
Die VX ist 21 Jahre alt und hat 106.000 km auf der Uhr!
Ich vermute die Nadeln und Nadeldüsen im Vergaser als Übeltäter.
Ich habe mich aber bisher nicht an die Kontrolle/Reparatur "getraut"
Im Winter ist es zu kalt und im Sommer will ich fahren .....
Kürzlich habe ich beschlossen dem Weg des Benzines zu folgen und mit der Pumpe zu beginnen.
Ist ja ganz einfach: Batterie und Batteriehalter ausbauen, Benzinpumpe tauschen, Batterie ... wieder rein.
Aber fangen wir am Anfang an. Pumpe beim Onlinehändler in NL bestellt.
Pumpe kommt nicht
Erst nach 4 Wochen ist das Teil endlich da. Mit Transport und Steuer sind schon mal 121 Euro weg
Also nach Feierabend - VX ist ja Hobby - in die Garage zum Schrauben.
Sitzbank runter, Batterie raus, 2 Schrauben vom Halter am Rahmen losgedreht - alles kein Problem. Aber der Kasten geht nicht raus
Da sitzen noch rechts und links zwei Blechstreifen mit verschiedenen Relais dran. Also diese Halter losgedreht. Geht immer noch nicht. Der Innenkotflügel ist auch mit dem Batteriehalter verschraubt. Aber ich komme an die Schraube nicht ran, weil ich mir einen Spritzschutz in den Kotflügel gebaut habe. Damit wird der Kotflügel nach unten, bis unter die Schwinge verlängert und die Schwinge bleibt sauber. Also 3 Schrauben am Hinterrad vorbei lösen. Dann von unten die Verbindung Kotflügel-Kasten lösen. Nun noch den Schlauch zwischen Bremsflüssigkeitsbehälter und Bremshebel aushaken und .... geht nicht. Die 2 Stecker am Sicherungskasten müssen noch ab und ich habe mir Zusatzsicherungen montiert. Auch hier müssen erst noch 3 Stecker gelöst werden. Aber jetzt geht der Batteriekasten endlich raus.
Die Pumpe geht einfach los, nur die Schläuche 'kleben' recht fest auf den Stutzen.
Einbau der neuen Pumpe und Anschluss der Schläuche geht gut. Ich habe keine Schläuche oder Schellen gewechselt.
Nun der Einbau aller Teile in umgekehrter Reihenfolge. Nebenbei immer mal wieder schauen ob es Problemstellen an der VX gibt und hier und da etwas putzen. Ich habe nur die Pumpe gewechselt. Alle Schrauben und Verbindungen gingen auf und zu, ohne dass irgendwo ein Teil vermurkst wurde. Das ist bei dem Alter der Maschine schon erwähnenswert.
Ja, testen ist leider nicht mehr, weil die Batterie am Wochenende zuvor gestorben ist. (Siehe anderer Beitrag im Forum)
Am nächsten Tag ist die neue Batterie da
Sofort eingebaut und den Anlasser betätigt: Die VX ist sofort und schlagartig da
Obwohl noch Luft in den Schläuchen und der Pumpe sein muss, kommt der Motor sofort.
Also Helm und Klamotten an und Probefahrt.
Was soll ich sagen?
Ich erkenne meine VX kaum wieder. Der Motor läuft gut, besser als vorher.
Ich habe das Gefühl 10% mehr Leistung und 20% mehr Drehmoment zu haben
Das ist jetzt sehr, sehr subjektiv. Habe ich nach 4 Wochen vergessen wie die VX vorher lief?
Aber nach 16 Jahren in meinem Besitz habe ich schon ein Gefühl dafür, ob die Maschine gut läuft oder nicht.
Also VX läuft, alles scheint in Ordnung, alle Verbindungen sind fest und dicht.
Sollte die Unterdruckbenzinpumpe doch altern und verschmutzen .... nach der Zeit und der Laufleistung
Das Ruckeln ist weniger geworden - aber es ist nicht weg. Irgendwann sind auch die Vergaser dran
Aber das VX-Treffen kann kommen und ich werde weiter berichten
Ach ja, der Umbau hat bei mir dann so ca. 3 h gedauert.